Start Seepokal

Waginger See-Pokal hochkarätig besetzt - Turnierdirektor erhält Stammzellen-Spende

 

Hauptfeld ab Donnerstag

 

 

 

 

Beim 51. Tennisturnier des TC Waging um den begehrten See-Pokal fliegen in dieser Woche wieder die Bälle. Am Mittwoch (29. Juli) geht es um die Qualifikation für das 32er-Hauptfeld, das ab Donnerstag (30. Juli, 13 Uhr) aufschlägt. Ausgeschüttet wird wieder ein Preisgeld von 7500 Euro, allein der Sieger nimmt 2400 Euro mit. Anlässlich des 50. Geburtstages im Vorjahr wurde das Premium-Turnier des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) aufgewertet und ist wieder international ausgeschrieben. Titelverteidiger Jochen Bertsch aus Mannheim ist nicht am Start, wohl aber der Finalist von 2025, Timo Meyer vom TSV Haar. Top gesetzt ist der See-Pokalsieger von 2024, Kai Lemstra (27) von Schießgraben Augsburg.

 

„Die Qualität passt, wir werden wieder hochkarätige Spiele zu sehen bekommen“, sagt Turnierdirektor Marcus Kleißl, schickt aber gleich hinterher, „von der Quantität her bin ich etwas enttäuscht.“ 21 Akteure sind über die Rangliste fix im Hauptfeld, dazu kommen drei Wildcards und acht aus der Qualifikation. Die wird ausschließlich am Mittwoch ab 10 Uhr gespielt.

 

 

„Die Werte sind okay, es geht deutlich aufwärts“

 

Der Turnierdirektor, der den Posten vor über zehn Jahren vom Erfinder und Waginger TC-Ehrenvorsitzenden Ludwig Kleißl, seinem Vater, übernommen hat, ist der gleiche. Das war vor Wochen noch nicht sicher, denn Kleißl musste sich in München einem schweren medizinischen Eingriff unterziehen, hatte von seinem Sohn eine Stammzellen-Spende erhalten. „Die Werte sind okay, es geht deutlich aufwärts“, sagt der Waginger Bauingenieur. Beim Turnier erhält er Unterstützung der gesamten Tennisabteilung.

So rückt der 2. TC-Vorsitzende Tobias Praxenthaler ebenso in die Turnierleitung auf wie Jugendwartin Michelle Ertl, die erst am Sonntag mit dem TC Grassau 9:0 gegen den TC Übersee gewann und Meister der Landesliga 2 wurde. Außerdem arbeitet Kleißls 13-jährige Tochter Annika wieder fleißig mit. Um die Plätze kümmert sich Bernd Ertl und um den Turnierablauf Oberschiedsrichter Andreas Spitz. „Da helfen alle zusammen“, sagt Bernd Ertl, die gute Seele des Vereins.

 

 

Hinter Kai Lemstra, der Nummer 66 der deutschen Rangliste, ist Marc Mail an zwei gesetzt. Der 23-Jährige kommt aus Baden, steht nur sechs Plätze hinter Lemstra und startet für den TC Blau-Weiß Oberweier. So stark wie im vergangenen Jahr will sich der an drei gesetzte Timo Meyer präsentieren. Der 19-Jährige war bei Jubiläums-Turnier souverän durchs Feld marschiert, brauchte bis zum Finale nur einmal drei Sätze und lieferte Bertsch dann auch am Schlusstag einen großen Kampf, unterlag 3:6, 6:2, 1:6. Hoch einzuschätzen ist auch Tim Heger (TC Weinheim).

 

 

 

Maximilian Erhardt will weiter kommen als im Vorjahr

 

Gespannt darf man auf Maximilian Erhardt sein, der im Vorjahr noch für den TC Übersee aufschlug und bis ins Viertelfinale kam. Heuer will die Nummer 123 des DTB, jetzt für Rot-Weiß Freising spielend, noch etwas weiter kommen. Der 20-Jährige ist an acht gesetzt hinter Aiden Spoolder (Freising/DTB 90), Frederic Schloßmann (Regensburg/DTB 97) und Dominik Matic (Großhesselohe/DTB 110). Aus der Region im Hauptfeld sind auch wieder Tim Ritzer (Wacker Burghausen) und Leopold Henss (SV Pang), dazu mit einer Wildcard Philipp Schroll, der für Grassau startet, mit den Herren 30 des TC Übersee in die Bundesliga aufgestiegen ist.

 

Spannend wird auch schon die Qualifikation, für die nur 28 Spieler gemeldet haben. Das heißt, dass man für das Hauptfeld zwei Siege braucht. Aus der Region sind dabei: Lukas Grenzer (TC Übersee), Florian und Michael Walcher (beide Grassau), Tom Bremer und Valentin Szabados (beide 1860 Rosenheim), Hias Baumgartner (TSV Teisendorf), Christian-Alexander Schneider (TMA Freilassing) und Julian Erhardt (SC Hammer).

 

Der See-Pokal ist das zweitälteste Tennis-Turnier in Bayern nach den BMW Open des MTTC Iphitos in München. In den 50 Jahren bislang hat es 31 deutsche Sieger gegeben, der Cup ging aber auch schon nach Russland oder in die USA. Insgesamt gibt es neun heimische See-Pokal-Sieger, wobei der Waginger Sepp Baumgartner vier Mal im Endspiel stand und den Cup 1981 und 1982 holen konnte. Nur ein Spieler hat den Pokal drei Mal hintereinander gewinnen können. Das war der Augsburger Hannes Wagner 2018, 2019 und 2021.

 

Bekanntester See-Pokal-Sieger ist Philipp Kohlschreiber. Der heute 42-Jährige feierte in Waging im Jahr 2000 seinen ersten Sieg bei einem Herren-Turnier – und das als 16-Jähriger. Danach gewann er acht ATP-Turniere, siegte drei Mal allein bei den BMW Open. Kohlschreiber stand im Viertelfinale von Wimbledon und vertrat Deutschland erfolgreich im Daviscup. Insgesamt 14 Millionen Euro konnte der Augsburger allein an Preisgeldern einspielen. Heute ist er noch in der Tennis-Bundesliga für den Gladbacher HTC tätig, spielte am Sonntag in Rosenheim Doppel. Sein Team verlor aber mit 2:4.

 

 

Zeitplan: Mittwoch (29. Juli): 10 Uhr: Qualifikation 1. und 2. Runde. – Donnerstag (30. Juli): 13 Uhr: 1. Runde See-Pokal-Hauptfeld. – Freitag (31. Juli): 11 Uhr: Achtel- und Viertelfinale. – Samstag (1. August): 13 Uhr: Halbfinale. – Sonntag (2. August): 13 Uhr: Endspiel.

 

 

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.